Roggenbrot

Frisch gebackenes Roggenbrot auf einem Holzbrett

Roggenbrot: Eine warme Erinnerung und warum ich dieses Rezept liebe

Als Kind stand ich oft auf einem Hocker in der Küche, der Duft von frisch gebackenem Brot (vor allem Roggenbrot) zog durch das Haus und meine Großmutter strich mir heimlich Butter aufs abgekühlte Stück. Dieses Roggenbrot bringt genau diesen Moment zurück: tiefer, herzhafter Geschmack, eine rustikale Kruste und die Zufriedenheit, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben. Roggenbrot ist für mich mehr als nur ein Laib — es ist Erinnerung, Komfort und ein bisschen Stolz.

Warum du dieses Roggenbrot lieben wirst

  • Der Geschmack ist tief und malzig, perfekt zu kräftigen Aufstrichen oder einer dicken Scheibe Butter (ideal als Frühstück oder zum Abendessen).
  • Es ist unkompliziert: nur Roggenmehl, Wasser, Salz und Trockenhefe — einfaches Roggenbrot mit großem Charakter.
  • Die knusprige Kruste und die leicht feuchte Krume sind genau das, was man an einem guten Hausbrot schätzt (rustikale Kruste, zähflüssige Krume).
  • Du brauchst kein besonderes Equipment — ein Backblech und etwas Geduld reichen aus.

Zutaten, die du für dieses Roggenbrot brauchst

  • 500 g Roggenmehl (achte auf gute Qualität; für mehr Biss kannst du Vollkornroggenmehl verwenden)
  • 400 ml lauwarmes Wasser (nicht heiß, sonst zerstört es die Hefe)
  • 10 g Salz (für Geschmack und bessere Krume)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (frische Hefe geht auch — ca. 20 g)
  • Optional: Brotgewürz (Fenchel, Kümmel, Koriander) — gibt dem Roggenbrot traditionellen Geschmack
  • Optional: Sonnenblumenkerne (für Textur und Nährstoffe; samenreiches Brot)

(Kleiner Tipp: Wenn du gern kräftige Aromen magst, mische etwas Brotgewürz direkt ins Mehl.)

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Das perfekte Roggenbrot backen

  1. Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. (Roggenmehl lässt sich weniger elastisch wie Weizenmehl formen — das ist normal.)
  2. Das lauwarme Wasser leicht erwärmen, die Trockenhefe darin auflösen und kurz stehen lassen (3–5 Minuten), bis es leicht schäumt.
  3. Die Hefe-Wasser-Mischung zum Mehl geben und alles mit einem Holzlöffel oder der Hand vermengen.
  4. Den Teig 10 Minuten lang kneten, bis er elastisch ist. (Roggenteig bleibt fester — Kleben ist normal. Mit nassen Händen geht’s leichter.)
  5. Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  6. Den Teig vorsichtig formen und auf ein Backblech legen, nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
  7. Den Ofen auf 220°C vorheizen und das Brot 30–40 Minuten backen, bis es eine knusprige Kruste hat.

Roggenbrot richtig formen und backen (H3)

Forme den Teig mit sanften Bewegungen — kein straffes Wirken wie bei Weizenbroten, sonst reißt die Oberfläche. Für eine bessere Kruste kannst du beim Einschießen etwas Dampf in den Ofen geben (eine hitzebeständige Schale mit Wasser oder die Backofen-Tür kurz öffnen). Backe das Brot, bis die Kruste tief gebräunt ist und das Brot beim Klopfen auf den Boden hohl klingt.

Meine Geheimtipps für Roggenbrot-Erfolg

  • Verwende lauwarmes Wasser (ca. handwarm), damit die Hefe gut arbeitet (optimal: 30–35°C).
  • Knete nicht so stark wie bei Weizen: Roggenmehl enthält weniger Klebereiweiß — weniger intensives Kneten reicht oft.
  • Für eine noch bessere Kruste: 5–10 Minuten vor Ende der Backzeit die Temperatur leicht erhöhen oder kurz grillen (Beobachten!).
  • Wenn du tieferen Geschmack willst, kannst du einen Teil der Trockenhefe durch einen kleinen Starter (Sauerteig) ersetzen (Sauerteig verleiht komplexe Aromen).
  • Kontrolliere die Backtemperatur mit einem Ofenthermometer — viele Backöfen heizen ungenau.

Kreative Variationen und einfache Austauschmöglichkeiten

  • Mit Sonnenblumenkernen: 50–80 g Kerne in den Teig oder als Topping für extra Biss (samenreiches Brot).
  • Brotgewürz dazugeben: traditionell und aromatisch (Fenchel, Kümmel, Koriander).
  • Mischung mit Dinkel: 200 g Roggenmehl + 300 g Dinkelmehl für ein milderes Profil.
  • Sourdough-Version: Statt Trockenhefe etwa 150 g aktiven Roggensauer verwenden — längere Fermentation, intensiver Geschmack.
  • Glutenarm? Roggen ist schwierig ersetzbar; für glutenfreie Varianten brauchst du spezielle Mehlmischungen und Bindemittel (nicht 1:1 austauschbar).

Wie du dein Roggenbrot am besten servierst und aufbewahrst

  • Serviervorschläge: dick mit Butter, zu Käseplatten, mit Räucherlachs oder als Beilage zu Eintöpfen und Suppen (herzhafte Kombinationen).
  • Aufbewahrung: Kurz an der Luft abkühlen lassen, dann in einem Leinenbeutel oder in Papier (keine Plastiktüte, sonst wird die Kruste weich). Für längere Lagerung in Scheiben einfrieren.
  • Aufwärmen: kurz im Ofen bei 150°C oder im Toaster — die Kruste kommt wieder schön zur Geltung.

FAQs: Deine wichtigsten Fragen zum Roggenbrot

  • Kann ich frische Hefe statt Trockenhefe verwenden?
  • Ja — nimm etwa 20 g frische Hefe statt eines Päckchens Trockenhefe und löse sie im lauwarmen Wasser auf.
  • Warum wird mein Roggenbrot manchmal zu dicht?
  • Meistens wegen zu wenig Gehzeit oder zu knappem Kneten (Roggen braucht Geduld, richtige Hydration und ausreichend Ruhephasen). Auch zu heißes Wasser kann die Hefe schädigen.
  • Kann ich das Rezept mit Vollkornroggen machen?
  • Ja, Vollkornroggen gibt mehr Biss und Aroma, aber der Teig nimmt mehr Wasser auf — eventuell leicht mehr Wasser zugeben (kleine Anpassung).
  • Wie bekomme ich eine extra knusprige Kruste?
  • Dampf zu Beginn des Backens und ein heißer Ofen (220°C) helfen sehr. Ein vorgeheizter Backstein oder ein umgedrehtes Backblech verbessert die Unterhitze.

Ich hoffe, dieses Roggenbrot bringt dir mindestens genauso viel Freude wie mir. Wenn du magst, erzähl mir gern von deinem Ergebnis — mit oder ohne Sonnenblumenkerne. Guten Appetit und viel Spaß beim Backen!

Roggenbrot

Ein einfaches, herzhaftes Roggenbrot mit rustikaler Kruste und tiefem, malzigem Geschmack.
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Gericht: Beilage, Frühstück, Snack
Küche: Deutsch
Keyword: Brot backen, einfaches Rezept, Hausbrot, Roggenbrot, rustikales Brot
Vorbereitungszeit: 1 Stunde
Zubereitungszeit: 40 Minuten
Gesamtzeit: 1 Stunde 40 Minuten
Servings: 8 Stücke
Calories: 180kcal

Zutaten

Hauptzutaten

  • 500 g Roggenmehl Achte auf gute Qualität; für mehr Biss Vollkornroggenmehl verwenden.
  • 400 ml lauwarm Wasser Nicht heiß, sonst zerstört es die Hefe.
  • 10 g Salz Für Geschmack und bessere Krume.
  • 1 Päckchen Trockenhefe Frische Hefe geht auch — ca. 20 g.

Optionale Zutaten

  • Brotgewürz (Fenchel, Kümmel, Koriander) Gibt dem Roggenbrot traditionellen Geschmack.
  • 50-80 g Sonnenblumenkerne Für Textur und Nährstoffe.

Anleitungen

Zubereitung

  • Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. (Roggenmehl lässt sich weniger elastisch wie Weizenmehl formen — das ist normal.)
  • Das lauwarme Wasser leicht erwärmen, die Trockenhefe darin auflösen und kurz stehen lassen (3–5 Minuten), bis es leicht schäumt.
  • Die Hefe-Wasser-Mischung zum Mehl geben und alles mit einem Holzlöffel oder der Hand vermengen.
  • Den Teig 10 Minuten lang kneten, bis er elastisch ist. (Roggenteig bleibt fester — Kleben ist normal. Mit nassen Händen geht’s leichter.)
  • Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  • Den Teig vorsichtig formen und auf ein Backblech legen, nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
  • Den Ofen auf 220°C vorheizen und das Brot 30–40 Minuten backen, bis es eine knusprige Kruste hat.

Roggenbrot richtig formen und backen

  • Forme den Teig mit sanften Bewegungen — kein straffes Wirken wie bei Weizenbroten, sonst reißt die Oberfläche.
  • Für eine bessere Kruste kannst du beim Einschießen etwas Dampf in den Ofen geben (eine hitzebeständige Schale mit Wasser oder die Backofen-Tür kurz öffnen).
  • Backe das Brot, bis die Kruste tief gebräunt ist und das Brot beim Klopfen auf den Boden hohl klingt.

Notizen

Verwende lauwarmes Wasser (ca. handwarm), damit die Hefe gut arbeitet. Knete nicht so stark wie bei Weizen: Roggenmehl enthält weniger Klebereiweiß. Für eine noch bessere Kruste die Temperatur bis zum Ende leicht erhöhen oder kurz grillen. Wenn du tieferen Geschmack willst, kannst du einen Teil der Trockenhefe durch einen kleinen Starter (Sauerteig) ersetzen.

Nährwerte

Serving: 1g | Calories: 180kcal | Carbohydrates: 35g | Protein: 6g | Fat: 1g | Sodium: 200mg | Fiber: 5g

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